Liebe Leit,
jetzt hocket mr also do – Aschermittwoch in Weinstadt. D’Fasnet isch rum, d’Maska send ab, ond jetzt gilt wieder: Ross ond Reiter nenne. Heit wird nemme gschunkelt, heit wird gredt – ond zwar Klartext, wie’s sich ghört.
Dr Schwoba send ja bekanntlich sparsam. Aber was uns in de letschta Johr alles vorghockt worda isch, des hot mit Sparsamkeit nix mehr z’dua – des isch manchmal bloß no a riesigs G’wurschtel. Ond am End zahlt dr Bürger: mit em Geldbeutel, mit de Nerva ond manchmal au mit em gesunda Menschenverstand.
In Berlin ond in Stuttgart wird viel gredt, viel versprocha – ond wenn mr genau hinschaut, isch am End oft weniger drin, als dr Bäcker im Sonntagsbrötle. Große Pläne, schöne Worte, aber wenn’s ums Umsetza geht, heißt’s plötzlich: „Des isch halt kompliziert.“ Ja mei – s’Leba isch kompliziert, aber drum send mr ja do!
Mir in Weinstadt wissa, wie’s läuft: Mr schwätzt nemme lang rum, mr packt a. Ob Vereine, Feuerwehr, Ehrenamt oder Betriebe – ohne d’Leit vor Ort läuft gar nix. Des sollta sich manche da oben mol hinter d’Ohra schreiba.
Jochen Hausmann ond Andreas Glück. Zwei Leit, die wissa, wo dr Schuh drückt – vor Ort, im Land ond au drüber naus. Leit, die Klartext redet ond sich net wegducket, wenn’s unbequem wird.
Ond no was: Politik darf streita, ja – aber sie soll au zuhöra. Net bloß vor Wahlen, sondern jeden Tag. Weil Demokratie isch koi Einbahnstraße, ond dr Bürger isch koi Störfaktor.
Also: Lasst ons heit de Mund aufmacha, kritisch sei, aber fair. De Finger in d’Wunda lega – aber mit em Herz am rechta Fleck. Ond wenn mr scho Fehler macht, dann soll mr wenigstens dr Mut ha, sie au z’zugeben.
In dem Sinn: Auf a ehrliche Debatte, auf a starke Region ond auf a Zukunft, wo mr au no gern drin lebet.
Also, machet d’Ohra auf ond s’Herz net zua – mir ladet euch ei zu ehrlicher Debatt ond klarem Wort.